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Forensik1 Min. LesezeitFall 1 · Fall der Woche

Gold 2020–2024: Anatomie einer Akkumulation

Vier Jahre unter 2.075 $, drei gescheiterte Tests, ein Sweep im Dezember 2023 — dann der Ausbruch. Der Lehrbuch-Fall auf der Startseite, gegen Echtdaten geprüft.

Auf der Startseite steht ein Mini-Drill: Gold-Futures, Januar 2020 bis Dezember 2024, eine Frage — wo akkumuliert der Composite Man? Dieser Beitrag dokumentiert, woher die Daten stammen und was der Faktencheck ergab.

Die Datenbasis sind Tagesdaten (Yahoo Finance, GC=F), zu Wochenschlüssen aggregiert. Das Volumenprofil rechnet über die Akkumulationsphase mit 25-$-Bins. Klick dich Phase für Phase durch die Akkumulation — Zone, Point of Control, Sweep, Ausbruch:

Scrollen oder die Phasen antippen.

Der Chart zeigt die Akkumulationszone als goldenes Band unter dem Range-Hoch.

Drei Befunde tragen den Fall:

Erstens: Das Range-Hoch um 2.075 $ wird dreimal getestet — im August 2020, im März 2022 und im Mai 2023. Jeder Test scheitert, aber jeder Test liegt höher im Volumen: Die Auseinandersetzung verlagert sich nach oben.

Zweitens: Das Profil-Zentrum (POC) der gesamten Phase liegt bei rund 1.790 $ — im unteren Drittel der Range. Dort wurde der Bestand aufgebaut, nicht am Hoch.

Drittens: Im Dezember 2023 läuft der Markt kurz über das Range-Hoch (Tageshoch 2.130 $) und fällt zurück — ein Sweep, der die Liquidität über dem Level abholt. Der nachhaltige Ausbruch folgt erst im März 2024. Danach läuft der Markup ohne Rückkehr in die Range, bis 2.741 $ im Oktober (Wochenschluss).

Die Lehre ist unbequem für jeden, der Ausbrüchen hinterherläuft: Die Ursache der Bewegung lag vier Jahre lang sichtbar in der Range. Wer sie lesen konnte, brauchte den Ausbruch nur noch zu verwalten.

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