Der Prüfstand · Band I · Kapitel 17
Kapitel 17 · Edge-Validierung
Woher weißt du, dass du einen Vorteil hast?
- Umfang
- 15 Aufgaben aus 30 · 3 Runden
- Bestehens-Tor
- Erwartungswert über +0,3 R und Profit-Faktor über 1,75
- Belegte Zahlen
- 55 Quellenverweise geprüft
Es gibt eine Frage, die über jeder Trading-Karriere hängt und die fast niemand beantworten kann: Woher weißt du, dass du einen Vorteil hast? Nicht, ob du diese Woche im Plus stehst. Ob da ein Vorteil ist, den man messen, dokumentieren und wiederholen kann.
Kapitel 17 beantwortet sie mit einer Gleichung, einer Stichprobenrechnung, fünf Kennzahlen und einem Tor, durch das jedes Setup muss. Dieses Quiz stellt die Frage an dich zurück, und zwar mit demselben Werkzeug.
Wie es funktioniert
Fünfzehn Aufgaben in drei Runden. Die Runden heißen wie die drei Phasen der Validierung im Kapitel: Screen-Replay prüft die Begriffe und Formeln, der Forward-Test prüft die Anwendung unter Bedingungen, die Auswertung prüft die Übertragung auf Fälle, die im Buch nicht stehen.
Vor jeder Aufgabe setzt du dein Risiko. Unsicher sind 0,5 R, normal 1 R, sicher 2 R. Eine richtige Antwort bringt den gesetzten Betrag, eine falsche kostet ihn. Damit misst das Quiz nicht nur, was du weißt, sondern auch, ob du weißt, was du weißt. Abschnitt 17.5 nennt die theoretische Obergrenze dafür die Kelly-Decke und schreibt dazu einen Satz, der hier wörtlich gilt: Wer über seiner eigenen Trefferwahrscheinlichkeit sizt, wird von der eigenen Varianz ruiniert, bevor der Vorteil sich auszahlt.
Innerhalb einer Runde bekommst du keine Auflösung. Das ist Absicht und folgt der Kernaussage des Kapitels: Ein einzelner Trade beweist nichts, man urteilt nach der Phase. Am Ende jeder Runde erscheinen alle fünf Begründungen auf einmal, mit Formel, Abschnittsverweis und den Quellen, aus denen jede Zahl stammt.
Das Urteil
Am Schluss rechnet dasselbe Tor über dich, mit dem Kapitel 17 über jedes Setup rechnet. Es verlangt zwei Dinge gleichzeitig: einen Erwartungswert über plus 0,3 R und einen Profit-Faktor über 1,75. Beides zusammen ergibt VALIDIERT. Eines von beiden allein ergibt AUF BEWÄHRUNG. Ein Erwartungswert von null oder darunter ergibt VERWORFEN.
Die Schwellen sind nicht ausgedacht und auch nicht abgeschrieben. Sie werden beim Bau dieser Seite aus der Wissensbasis gelesen, aus derselben Datei, aus der sie das Buch bezieht. Ändert sich die Schwelle dort, ändert sie sich hier mit, oder die Seite lässt sich nicht mehr bauen.
Die unbequeme Stelle
Ein Durchgang sind fünfzehn Antworten. Die Stichproben-Tabelle in Abschnitt 17.2 stuft alles unter dreißig als INDIKATIV ein, wörtlich: keine Entscheidung darauf gründen. Das gilt für dein Ergebnis hier genauso wie für die fünf von sieben Trades, über die sich im Forum jemand freut.
Deshalb bekommst du am Ende zwar ein Urteil, aber daneben steht, was es wert ist. Und deshalb ist jeder Durchgang anders gezogen, aus einem Pool von dreißig Aufgaben. Sieben Durchgänge ergeben die hundert Antworten, die die Methode als Mindestmaß verlangt. Vorher ist alles eine Hypothese, auch dein gutes Gefühl.
So läuft der Durchgang
Jede Antwort ist ein Trade. Vor jeder Aufgabe setzt du dein Risiko: unsicher 0,5 R, normal 1 R, sicher 2 R. Richtig bringt den gesetzten Betrag, falsch kostet ihn.
Innerhalb einer Runde bekommst du keine Auflösung. Am Rundenende erscheinen alle Begründungen samt Bilanz. Am Schluss rechnet dasselbe Gate über dich, mit dem Kapitel 17 über jedes Setup rechnet: Erwartungswert über +0,3 R und Profit-Faktor über 1,75.
Ehrlich vorweg: Ein Durchgang sind 15 Aufgaben. Nach der Stichproben-Tabelle dieses Kapitels ist das INDIKATIV und beweist noch nichts. Erst 7 Durchgänge erreichen die 100 Antworten, die die Methode als Mindestmaß verlangt. Genau deshalb ist jeder Durchgang anders gezogen.
Wenn du danach weiterarbeiten willst
Die Abschnitte, in denen es gehakt hat, stehen in deiner Auswertung mit Nummer. Nimm sie in der Reihenfolge, in der sie dort stehen, und lies sie im Buch nach, bevor du den nächsten Durchgang startest. Wer direkt einen zweiten Durchgang anhängt, misst seine Merkfähigkeit, nicht sein Verständnis.
Das Werkzeug zum Rechnen liegt separat: Der Edge-Rechner nimmt Trefferquote, durchschnittliches R und Stichprobengröße entgegen und zeigt Erwartungswert, Konfidenzintervall und einen Monte-Carlo-Fächer. Das Quiz prüft, ob du die Logik beherrschst. Der Rechner hilft dir, sie auf deine eigenen Zahlen anzuwenden.
Woher die Zahlen stammen
Jede Kennzahl in diesem Quiz trägt einen Herkunftsnachweis, der beim Bau der Seite aufgelöst wird: Zitate müssen wörtlich in Kapitel 17 stehen, Parameter müssen sich in der Wissensbasis finden lassen. 55 solcher Nachweise sind für dieses Quiz geprüft. Trägt einer davon nicht, lässt sich die Seite nicht bauen.
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